
Das bin ich. Meine Zeichnung und Gedicht.
Im Jahr 1968.

Schmerz und Trauer über die Okkupation
Und das erzwungene Exil
Als ich diese Zeichnung eines 13 – jährigen ukrainischen Mädchens erblicke, dachte ich an mich mit 13 und meine Zeichnung eines weinenden Mädchens.
In der Nacht vom 20. auf den 21. August im Jahr 1968 sind die Warschauerpakttruppen in die Tschechoslowakei eingefallen, um die Reformbewegung des „Prager Frühlings“ zu
beenden, die Möglichkeit eines „Sozialismus mit menschlichem Gesicht“, die Hoffnung auf eine Zukunft zu zertreten.
„Operation Donau“ war der Codename dieser „brüderlichen Hilfe“ wie der Überfall des Wahrschauerpaktes unter der Führung der Sowjetunion, hieß.
Ähnlich haben die russischen imperialistischen Horden am 24.2.2022 „die Spezialoperation“ , den „full scale“ Krieg gegen die Ukraine losgetreten, gegen die Zivilbevölkerung, Kinder, Frauen, Männer, alte Menschen, jeden und jede, gegen alles Ukrainische, gegen die Unabhängigkeit, den Willen zum eigenen demokratischen Staat.
Slava Ukraini!
Kristina Viera Wolf
To som ja. To je moja kresba. A aj báseň.
To bolo v šesťdesiatom ôsmom.
To bolelo v šesťdesiatom ôsmom.
Okupácia a emigrácia.
Pamätám si aká bolá krásna „Pražská Jar“.
Ľudia sa usmievali, rozprávali, censúra bola zrušená. Bol vzruch, pohyb, dialy sa nevídané veci,
nádej. A snád budúcnosť.
„Socializmus s ľudskou tvárou“. Snád’mohol býť. A nemohol. Nepáčilo sa to naším „bratom“,
sovietskym imperialistom. V noci z 20. na 21.augusta 1968 prekročili hranice vojská Varšavského
Paktu a obsadili krajinu. Moju a Vašú. Nezabudnite.
Nebola budúcnosť, sloboda, len normaliizácia a pre mnohých emigrácia. A ešte stále to bolí, inák
a menej. Žijem, kreslím, maľujem, milujem, píšem menej.
Ked’ som zazrela túto kresbu, na výstave kresieb ukrajínskych detí, kresbu 13. ročného
ukrajinského dievčaťa, som si spomenula na moju, veľmi podobnú krezbu a na seba.
Tak ako k nám v 68, vpadli ruský imperialisti na Ukrajinu 24.2.2022, aj ked’ začali vojnu už v roku
2014.
Nezabúdajme na Ukrajinu a nezabúdajme na naše dejiny, minulosť a prítomnosť.
Kristina Viera Wolf
21. August 1968: “Operation Donau”
Kristina Viera Wolf: Zwei Zeichnungen – zwei dreizehnjährige Mädchen, 1968 – 2022
In der Nacht zum 21. August 1968 marschierten etwa eine halbe Million Soldaten des Warschauer Paktes unter Führung des Kreml in die Tschechoslowakei ein. Es war die größte Militäroperation in Europa seit 1945. Ihr Auftrag aus Moskau: Die ersten Anfänge der Demokratisierung, den Prager Frühling, zu zertreten.
Die aus Bratislava stammende Malerin Kristina Viera Wolf war damals 13 Jahre alt.
Ihre Erinnerung an die Zeichnung, die sie als dreizehnjähriges Mädchen gezeichnet hat, ist in “Zwischenwelt International, Magazin für Kultur des Widerstands, des Exils und der Aufklärung” publiziert: “Soldat, der dem Mädchen die Flügel stutzt.” https://konstantinkaiser.at/2024/09/06/kristina-viera-wolf-1968/
Die Ausstellung “Stories in Color” zeigt Bilder ukrainischer Kinder. Die Kinder erzählen mit Hilfe der Kunst. Zeichnen und Malen hilft ihnen beim Überleben. Und dabei, ihre Träume nicht zu vergessen.
Die Finissage von “Stories in Color” ist am 22. August 2025 mit einem reichhaltigen Programm. Die Ausstellung ist am Freitag, den 22. August, von 13 bis 19 Uhr geöffnet.
Heute, am 20. August ab 18 Uhr ist die Ausstellung im Rahmen einer Veranstaltung mit Rainhard Kloucek, dem Präsidenten der Paneuropabewegung Österreich, zu sehen, sowie morgen, dem 21. August, ab 18 Uhr im Rahmen der Veranstaltung zum Thema “Österreichs Sicherheit” mit dem Nationalratsabgeordneten der NEOS, Veit Dengler.
Adresse: Otto Mauer Zentrum, Währinger Straße 2-4, 1090 Wien.
Kristina Viera Wolf lebt in Wien und Paris. Die Künstlerin ist auch Gesundheitspsychologin. Sie ist Mitglied der Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs und eine vehemente Unterstützerin der Ukraine im Widerstand. Homepage: https://kristinavierawolf.blog
(Sonja Pleßl)